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Jahrgangsbericht 2006

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Bein Merlot 2006

Der Bein Merlot 2006 ist ein sehr klassischer Jahrgang, mit kräftigen Tanninen, komplementiert mit je einem Schuss Cabernet Sauvignon und Cabernet franc, und ausgebaut während einem Jahr in 225 L Barriques von französischen Spitzenküfern (65% neue Barriques, aus 95% französischer und 5% amerikanischer Eiche)

Verkostungsnotiz

Dieser Jahrgang beeindruckt mit einer besonders kräftigen Struktur und guter Komplexität: brilliantklar, dunkelrote Farbe mit violetten Reflexen; mit einem dezenten Fruchtbouquet von reifen Beeren und Kirschen im Vordergrund, unterlegt mit angenehm süssen Barriquearomen von Mocha, Schokolade und einer feinen Rauchnote; überzeugend im Abgang mit seinen kräftigen, aber erstaunlich geschmeidigen Tanninen.

Empfehlung

Dieser Wein profitiert vom Dekantieren: Eine gute Stunde vor dem Geniessen entkorken oder dekantieren, und der Wein wird sich öffnen und seine Aromen entfalten. Dasselbe gilt für die Lagerung: Sorgfältig und bei kühlen Temperaturen gelagert, wird sich dieser Wein noch für rund 5-8 Jahren positiv weiterentwickeln, und den Geduldigen schliesslich mit wunderbaren Reifearomen belohnen ( - 2014)

Ausgezeichnet mit einer GOLD Medaille an der Emozioni dal Mondo 2008: Cabernet e Merlot insieme, dem internationalen Weinwettbewerb für Cabernet und Merlot in Bergamo, Italien (Dec 2008) www.emozionidalmondo.it

LITTLE MERLOT 2006

Der Little Merlot, unser Zweitwein, ist ein feinfruchtiger typischer Merlot, dieses Jahr mit 14% Cabernet franc ergänzt und ein Jahr im Barrique gereift. Durch den Ausbau in dreijährigen Fässern ist er wie schon sein Vorgänger deutlich früher zugänglich als unser Flagship Merlot, aber trotzdem von erstaunlicher Dichte und Komplexität - ein idealer Begleiter zu einem feinen Essen, z.B. zu einem saftigen Braten, oder zusammen mit einem Teller leckerer Pasta genossen.

PINK MERLOT 2006

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal offiziell ein Rose produziert, aus dem abgezogenen Most des Hauptweines, langsam im kleinen Stahltank bei 14 Grad trocken vergoren. Diesen Wein haben wir am 10. April gefiltert und abgefüllt, und die knapp 900 Flaschen als PINK MERLOT etikettiert und für R29.00 ab Farm verkauft. Es war ein überaus erfrischender und trotzdem kräftiger Rose, der sofort seine Liebhaber fand und schnell ausverkauft war.

Analyse:

Bein Merlot 2006 : Alk 14,2%Vol, Säure 5,2 g/L, pH 3,5
Little Merlot 2006: Alk 13.8%Vol, Säure 5.1 g/l, pH 3.68
Pink Merlot 2006: Alc 14%vol, Säure 5,5g/L, pH 3.45

Jahrgangsbericht 2005-2006

August 2005: Winterschnitt

Wir hatten einen relativ warmen Winter, dafür endlich wieder einmal mit genügend Niederschlägen. Die wichtigsten Dämme sind zu 85% gefüllt, der höchste Stand seit 4 Jahren!
Beim üblichen Rebschnitt im Winter haben wir die Anzahl Träger konsequent weiter verringert, auf nunmehr 6 Träger per Stock und Laufmeter, womit wir eine weitere Qualitätssteigerung anstreben. Diese Träger wurden schliesslich am 29. August kurz vor dem erwarteten Austrieb auf je zwei Augen zurückgeschnitten.

Oktober 2005: Austrieb der Reben

Der Frühling war ungewöhnlich kühl, sodass das Wachstum nicht so stürmisch wie im letzten Jahr verlief und uns genügend Zeit liess für das doch sehr arbeitsintensive Ausbrechen der überschüssigen Triebe. Auch war dadurch der Austrieb recht gleichmässig.

November 2005: Blütezeit

Die Blüte setzte rechtzeitig zu Beginn November ein und verlief ungestört. Generell war die Saison bisher eher kühl, wenn auch mit sehr viel weniger Niederschlag als üblich. Deshalb entschlossen wir uns dieses Jahr schon zur Blütezeit zusätzlich zu bewässern, um dem sog. Verrieseln vorzubeugen. Dafür ist das Blattwerk ausgesprochen gesund, und die Pilzprophylaxe lässt sich auf das absolute Minimum beschränken. Zur Zeit sind wir damit beschäftigt, mit frühzeitigem, gezieltem Ausbrechen von Blättern und Seitenschossen für genügend Luft und Licht in der Traubenzone zu sorgen.

Dezember 2005

Weiterhin schönes Wetter! Allerdings nun mit viel Wind, welcher den Reben zu schaffen macht. Zusammen mit der anhaltenden Trockenheit - wir hatten gerade mal 30 mm Regen in den letzten 3 Monaten - trocknet dies den Rebberg nun zunehmend aus.
Wiederum haben wir dieses Jahr den Behang in der zweiten Hälfte Dezember auf eine Traube pro Trieb halbiert. mit dem Ziel, den übrigbleibenden Trauben optimale Bedingungen für eine maximale Fruchtentwicklung zu schaffen

Januar 2006: Hochsommer!

Immer noch ungewöhnlich viel Wind! Veraison (Farbumschlag) setzte dieses Jahr in der zweiten Januarwoche ein, etwas später als letztes Jahr. Ein wichtiger Zeitpunkt für uns, da wir nun genau erkennen können welche Trauben sich schön gleichmässig entwickeln. So können wir Ende Veraison - man spricht von 90% Farbumschlag - alle anderen, sprich noch grünen Trauben herausschneiden. Zusätzlich entfernten wir dabei auch dieses Jahr wiederum bei allen Trauben die später reifenden "Schultern" (oberste Traubenteile) und Spitzen, da diese dem Wein oft einen harschen "grünen" Geschmack mitgeben würden.
Inzwischen entwickelte sich der letztjährige Wein prächtig und wurde zu Beginn des Monats zum letzten mal umgezogen (siehe Bild). Dabei haben wir ihn dieses Jahr mit ein wenig Cabernet Franc ergänzt, und werden ihn nun noch gut zwei Monate im Fass weiter reifen lassen.

Februar 2006: Die Frucht wird reif

Die Frucht ist dieses Jahr besonders gleichmässig und schön, was auch die Vögel bemerkt haben. Nachdem wir uns so viel Mühe gegeben haben mit trimmen, positionieren und ausdünnen der Trauben, und wir uns schon die vergangenen Jahre über die ungebetenen Schmarotzer geärgert haben, entschlossen wir uns, dieses Jahr die besonders exponierten Partien mit Vogelnetzen zu schützen - im südafrikanischen Weinbau eine absolute Novität. Der Erfolg war gut, und die Vögel haben sich den einfacher zugänglichen Trauben der Nachbarn zugewendet.

März 2006: Erntezeit

Die Ernte fand diese Jahr vom 7.-bis 14. März statt. Wiederum waren die jungen Weinstöcke eine Woche früher reif und wurden separat gelesen. Die Qualität war gut mit Zuckerwerten von 24-24.6 Balling (ca. 100-105 Grad Oechsle), bei einem guten pH und genügender Säure, wenn auch noch etwas tiefer als der vorige Jahrgang. Die Menge war allerdings deutlich weniger, aufgrund der allgemein kleineren Trauben und Beeren, was wir auf den vielen Wind während der Wachstumsperiode zurückfuhren.
Die Vergärung wurde in gewohnter Manier im Stahltank durchgeführt, und 2 Wochen später konnten wir den äusserst dichten und farbintensiven Jung wein ins Fass abziehen. Hier durchläuft er nun die Milchsaeuregarung, welche zügig einsetzte und bis Mitte Mai abgeschlossen sein dürfte.

Mai 2007: Abfüllung des 2006er

Nach unzähligen Vorversuchen und Blind-Degustationen mit unseren Weinmacherkollegen haben wir uns schliesslich auf den finalen Blend unseres 2006er geeinigt: Zur Auswahl standen 8 verschiedene Partien Merlot mit verschiedenem Fassregime, alle natürlich aus unserem Rebberg, sowie verschiedene Top Cabernets aus der Region (mit dem weltweiten Weinüberfluss ist es zur Zeit eindeutig einfacher als auch schon, Spitzencabernets zu sourcen, zumindest wenn man bereit ist angemessen zu bezahlen!). Und so setzt sich schlussendlich unser Bein Merlot 2006 aus 86% Merlot (aus 69% neuen Fässern!) sowie 6 Prozent Cabernet franc und 8% Cabernet Sauvignon zusammen. Nun muss er noch ein Jahr im Flaschenlager ruhen, bevor er in den Handel kommt.

Abgefüllt haben wir ihn im Mai 2007, zusammen mit unserem Little Merlot 2006 (86% Merlot/14% Cabernet franc) und unserem Rose Pink Merlot 2007. Und zum erstenmal haben wir dabei unsere Flaschen mit einem absolut neuartigem Komposit-Korken verschlossen, welcher jegliche Fehlgerüche und Verschlussprobleme zukünftig ausschliessen wird (hier mehr Info über den DIAM-Korken).