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Jahrgangsbericht 2010

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Der Merlot 2010, welcher am 23.-25. März geerntet wurde, ist ein würdiger Nachfolger der vorangegangen zwei Jahre. Es mag zwar angeberisch klingen, aber wir sind begeistert über diese gute Folge grosser Jahrgänge, die wir hatten - 2008, 2009, und nun 2010. Allerdings mit einem Wermutstropfen: die Erntemenge war beträchtlich weniger dieses Jahr, mit einem Ertrag von knapp einer halben Flasche pro Quadratmeter!

Auch andere Rebsorten sind in diesem Jahr in Stellenbosch gut geraten, und es gelang uns, einige gute Blendingpartner zu ergattern. So wurde unser Merlot 2010 nach vielen Vorversuchen schliesslich mit rund 8% eines ausgezeichnet ausgereiften Malbec sowie mit je einem Schuss Cabernet Sauvignon und Petit Verdot komplementiert. Zusammen mit der 12-monatigen Reife in französischen Eichenbarriques haben sich wunderbar komplexe Weine ergeben. Dabei konnten wir dieses Jahr wiederum drei deutlich verschiedene Qualitäten gemäss ihrer Herkunft aus dem Rebberg unterscheiden, und so gab es dieses Jahr wieder einen Reserve:

Jahrgangsbericht 2009-2010

Juni - August 2009 : Winter am Kap

Es war ein typischer Kap-Winter mit gutem, ausgiebigem Regen abwechselnd mit wunderbar strahlenden Tagen, wenn auch eher wärmer als üblich.

September-Oktober : Frühling

Dikkop mit Kueken (Burhensis capensis)Das Rebjahr 2009/10 startete pünktlich zu Beginn September mit dem Austrieb der Reben. Dieser war allerdings etwas weniger gleichmässig als sonst, vermutlich auf Grund des eher milderen Winters.
Frühling wird hier aber auch durch die Schwalben angekündigt, welche jeweils ebenso pünktlich aus den nördlichen Gefilden zurückkehren und ihre Nester an unserem Weinkeller beziehen. Auch die Perlhühner und die Rebhühner nisten wieder in Rebberg und Garten, und selbst "unser" Dikkop führt gerade 2 Küken, welche am 19.Oktober geschlüpft sind.

November/Dezember 2009 : Frühsommer

Der November begann ungünstig, mit heftigen Regengüssen und viel Wind ausgerechnet zum Beginn der Blütezeit! Glücklicherweise stoppte aber der Regen (nach 130 mm in 5 Tagen!) während der Hauptblütezeit, die Winde hielten aber noch lange an. Dafür waren die Temperaturen mild, und der Regen hatte auch sein gutes, füllte er doch den Boden mit genug Feuchtigkeit bis weit in den Sommer hinein.
Frühsommer ist auch die Wachstumsperiode, während der wir im Rebberg immer alle Hände voll zu tun haben, mit Ausbrechen, Einschlaufen, Tippen, und schliesslich auch mit dem Ausdünnen der Frucht, welche wir auch dieses Jahr wieder unnachgiebig auf eine Traube pro Trieb reduzierten, um die angestrebte Erntequalität erreichen zu können.

Januar-Februar 2010: Reifezeit

Genau am 1. Januar haben wir die ersten Zeichen des Farbumschlags bemerkt, als Vorbote der nun kommenden Reifezeit. Diese war charakterisiert durch leicht überdurchschnittliche Temperaturen und einigen wenigen, aber unbedeutenden Regenschauer im Februar. März dagegen war unüblich warm, und die Reben wirkten schliesslich recht erschöpft von dem kontinuierlich trocken und windigen Wetter.

März 2010 : Erntezeit

Die Ernte des 2010er begann am 2 März 2010 - und zwar beschlossen wir dieses Jahr , die frohwüchsigeren Partien unseres Weinberges, wie definiert durch Precision Viticulture, früher zu ernten und damit gezielt nur Rose zu machen. Der Grund ist, dass wir so die Reife besser auf die Bedürfnisse des Rose abstimmen können, sprich frischere Frucht, spritzigere Säure und weniger Alkohol!
Der Merlot für den Rotwein wurde schliesslich erst am 23-25. März geerntet, nach einer langen Schönwetterperiode unter idealen Bedingungen. Zwar war Regen angesagt, und wir beeilten uns, alles rechtzeitig unter Dach und Fach zu bringen, aber der Regen blieb schlussendlich aus. Leider!

Der Jahrgang 2010 ist ein würdiger Nachfolger der vorangegangen zwei Jahre. Es mag angeberisch klingen, aber wir sind begeistert über diese gute Triade grosser Jahrgänge, die wir hatten - 2008, 2009, und nun 2010. Allerdings mit einem Wermutstropfen: die Erntemenge war beträchtlich weniger  dieses Jahr, mit einem Ertrag von knapp einer halben Flasche pro Quadratmeter! Wie später bekannt wurde, war die Erntemenge deutlich geringer in ganz Stellenbosch und Umgebung, hauptsächlich wegen Regen und Wind während der Blüte, aber auch wegen viel Wind und Trockenheit wahrend dem Rest der Saison, bei einigen Farmen auch wegen Verlusten durch Pilzinfektionen (Peronospora).