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Bein Wine Estate, Stellenbosch

Aktuelles

Jahrgangsbericht 2014

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Merlot 2014

So schwierig dieses Jahr im Rebberg auch war, so erfreulich präsentierten sich die Weine schließlich nach der 12-monatigen Reifezeit im Barrique. Während dieser Zeit wurden die Weine zweimal umgezogen und zudem mit einem Schuss Malbec und Cabernet Sauvignon aus der Region ergänzt. Nicht unähnlich den 2013er, überzeugen sie nun mit einer feinen Aromatik, wunderbar geschmeidigen Tanninen und eleganter Statur.

Als absolute Novität haben wir in diesem Jahr zum ersten mal einen Merlot Forte produziert, vinifizert aus teilgetrockneten Trauben. Es ist ein kraftvoller Wein, konzentriert und voller Aromen.

Als weitere Neuigkeit verzichten wir übrigens ab diesem Jahrgang vollständig auf die Verwendung traditioneller Schönungsmittel tierischer Herkunft wie Milch- oder Hühnereiweiss, wie wir sie früher in kleinen Mengen gelegentlich zur Tannin-Schönung in unserem Little und Pink Merlot verwendet haben. Dies heißt, ab 2014 sind alle unsere Weine garantiert vegan.

Etappenberichte des Jahrganges 2014

März/April 2014: Good Wine takes Time!

Nachdem die Rosé-Ernte so super verlief, war die Haupternte dafür umso schwieriger. Wer wie wir auf die optimale Tanninreife wartete, dem wurde in diesem Jahr viel Geduld und noch mehr Fingerspitzengefühl abverlangt!
Geduld, weil es vor der Ernte immer wieder regnete, und wir geduldig auf den idealen Zeitpunkt warten mussten. Fingerspitzengefühl, weil die durch den Regen verursachte Fäulnis in mühseliger Kleinarbeit heraussortiert werden musste. Geerntet wurde schließlich in Etappen, vom 27.3. bis zum 9.4., so spät wie noch nie.
Glücklicherweise war der Fruchtansatz reichlich, und wir konnten faule Partien großzügig aussortieren. Doch der Aufwand war gewaltig! So mussten wir an einem Tag über 60 Leute zum Pflücken und sortieren anstellen, um vor dem angekündigten Regen noch die restlichen 4000 kg einzubringen - 3x mehr als andere Jahre. So konnten wir trotz all den Widrigkeiten schlussendlich doch noch eine gute Ernte einfahren.

Ganz neu entstand dabei auch unsere jüngste Kreation, der Merlot Forte 2014. Er ist eine absolute Novität für Südafrika, ein Spezialitätenwein, vinifizert aus teilgetrockneten Trauben.
Geerntet am 22. März 2014 und sorgfältig verlesen, wurden die Trauben in speziellen Kisten für mehrere Wochen zum Trocknen an der frischen Luft ausgelegt. Nachdem sie 30% ihres Gewichtes verloren hatten, wurden sie sanft abgebeert und während drei Wochen langsam auf der Maische vergoren. Nach einer weiteren Reifezeit von 24 Monaten im französischen Barrique wurde der Wein schließlich am 15. April 2016 abfüllt. Nur gerade mal 600 kleine 375ml-Flaschen konnten wir so produzieren.
Merlot Forte 2014
Beim Trocknungsprozess werden natürlich Zucker, Säure, Gerbstoffe und Aromen konzentriert, was diesem Wein seinen unverwechselbaren Charakter und relativ hohen Alkohol verleiht. Der Merlot Forte ist ein kraftvoller Wein, gehaltvoll und hocharomatisch, am besten zur Krönung eines Gourmet-Menüs genossen, oder zusammen mit einem reifen Käse, oder ganz einfach so für sich alleine...

28. Februar 2014: Die Ernte beginnt!

Nach dem regenreichen Frühsommer begann der Februar dagegen mit einer Hitzewelle. Dieser folgte eine mehrwöchige Schönwetterperiode, sodass wir die Ernte unter idealen Bedingungen am 28.Februar beginnen durften, und zwar wie immer mit den Trauben für unseren Rosé, welcher stets einige Wochen vor der Haupternte geerntet wird. Diese Trauben waren entsprechend gesund und geschmackvoll und ergaben nach der dreiwöchigen Gärzeit schließlich einen wunderbar spritzigen und aromatischen Rosé.

Januar 2014: Hochsommer

"Gruene Ernte" bei Bein WeinJanuar führte die Serie der unzeitigen Regenfälle fort! Kurz nach Neujahr – noch während der hier traditionellen Ferienzeit der meisten Farmer - hatten wir wieder kräftige Regenfälle. Wer da nicht rechtzeitig reagierte und trotz Ferien einen Extraeinsatz zur Peronospara-Prophylaxe fuhr, riskierte wiederum größere Ausfälle.

Insgesamt fiel von September bis Januar mehr als doppelt soviel Regen wie üblich, was das Rebjahr 2013-14 für den Winzer recht anspruchsvoll gestaltete. Auf der anderen Seite entwickelte sich die Frucht in gesunden Anlagen üppig und schön, so dass wir eine gute Ernte erwarten – qualitativ wie quantitativ.

Mitte Januar wechseln die Trauben nun die Farbe, ein Prozess, der rund 10 Tage dauert. Dies ist die ideale Zeit, um spät reifende Trauben zu erkennen und noch zu entfernen, die sogenannte "Grüne Ernte", welche dieses Jahr sehr üppig ausfiel, wie das Bild beweist!

Dezember 2013:

Im Ausgleich zum nassen Frühsommer war der Dezember trocken und heiß. Der einzige Regentag kurz nach Weihnachten war diesmal eine willkommene Erfrischung für Reben und Winzer, und auch die um diese Jahreszeit oft heftigen Winde hielten sich angenehm zurück. Die guten Bodenwasserreserven zusammen mit dem idealen Wetter führten allerdings auch zu einem starken vegetativen Wachstum, so dass im Rebberg viel Zeit für die Laubwandpflege aufgebracht werden musste. Auch das Unkraut liebte natürlich die guten Bedingungen und verursachte ebenfalls Extraarbeit, um in Schach gehalten zu werden.

November 2013:  eine heikle Periode

November, also Frühsommer und somit die Blütezeit der Reben, versprach anfänglich durchgehend schönes Wetter. Allerdings kamen dann sintflutartige Regenfälle vom 14.-16.11., die vielerorts für Überschwemmungen sorgten!
Regen in dieser Zeit kann auch die Blüte der Reben empfindlich stören, und je nach Traubensorte mussten manche Winzer eine deutliche Ernteeinbusse hinnehmen. Zudem waren die starken Regenfälle ideal für die Entwicklung von falschem Mehltau (Peronospora), ein Pilz, der Blätter und die um diese Zeit besonders empfindlichen Gescheine gleichzeitig befällt – sorgfältige Rebpflege und ein gutes Prophylaxeprogramm waren entscheidend, um diese Periode ohne größere Verluste zu überstehen.

Frühling 2013 (September-Oktober)

Nach einem kühlen und regenreichen Winter begann der Austrieb der Reben erst Mitte September, also rund zwei Wochen später als üblich. September war ebenfalls charakterisiert durch kräftige Regenfällen, welche von den übersättigten Böden kaum mehr absorbiert werden konnten und so in manchen nachbarlichen Hanglagen für Verwüstungen sorgten. Dafür war der anschließende Oktober vergleichsweise trocken und warm, sodass sich die übrigen Reben nun überall kräftig entwickelten.

Winter 2013

Es war ein Winter mit viel Niederschlag und kühlen Temperaturen, was allerdings gut für die Reben ist.
Neben der üblichen Winterarbeit beschäftigte uns dieses Jahr auch der Schaden, den das Feuer im Februar 2012 in unserem Rebberg angerichtet hatte. Rund 500 Rebstöcke mussten ersetzt werden. Das war viel Arbeit, da für jede Jungpflanze rund ein Kubikmeter Boden vorbereitet werden muss, um den Jungpflanzern eine erfolgreiche Durchwurzelung zu ermöglichen. Wie Maulwürfe wühlten sich unsere Arbeiter durch den Rebberg. Das Video erzählt die Geschichte dazu!