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Bein Wine Estate, Stellenbosch

Aktuelles

Jahrgangsbericht 2018

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Merlot 2018

Zusammenfassung: Die Erntesaison 2018 war eine echte Herausforderung im Western Cape: Zu Beginn des Jahres Frostschäden in Worcester und Robertson, dann die anhaltende Dürre, die schlimmste seit mindestens 100 Jahren (als die ersten Wetterdaten in SA erfasst wurden), und zudem massive Wasserrecht-Einschränkungen, da die meisten Wasserreservoir nach drei trockenen Jahren in Folge weitgehend erschöpft waren.

Obwohl wir während der Saison gelitten haben und auch eine deutlich geringere Ernte hatten, erwies sich die Qualität dafür als hervorragend! Interessanterweise waren die verschiedenen Chargen unseres Weinguts von so gleichmäßiger Qualität, dass wir alles zusammen innert zwei Tagen geerntet haben, am 14. und 15. März  - ein Novum für unser Weingut.

Derzeit sind die Rotweine noch bis März 2019 im Fass. Die verschiedenen Chargen unserer Merlots, wie durch Precision Viticulture definiert, wurden schließlich nach zahlreichen Vorversuchen im Januar zu den finalen Cuvee assembliert. Dank der guten Qualität konnten wir wiederum unser ganzes Sortiment produzieren, also Little Merlot, Bein Merlot und Reserve Merlot. Sie reifen nun noch eine Weile im Fass bis zur endgültigen Abfüllung.
Natürlich ist aber der Rosé 2018 schon Ende Mai 2018 abgefüllt worden und ist im Handel erhältlich (sofern nicht schon ausverkauft ;-).

Etappenberichte vom Jahrgang 2018

April-Mai 2018: Kellerarbeit

Die Gärung aller Weine ging zügig vonstatten. Aufgrund der perfekten Fruchtreife dieses Jahrganges erlaubten wir ihnen danach noch drei volle Wochen Maischezeit. Gepresst wurde am 4. April, und kurz darauf kamen die Jungweine ins Fass. Es sind wiederum dichte, wohlstrukturierte Weine, mit toller Farbe und feiner Aromenfülle. Es scheint, dass der Kampf mit der Trockenheit im Weinberg auch sein Gutes hat!

März 2018 - Erntezeit!

Trotz der Trockenheit hatten wir offenbar genügend Feuchtigkeitsreserven, so dass wir unsere Trauben bis zur vollständigen Ausreifung hängen lassen konnten. Es ist nun deutlich Herbst geworden, mit kühlen Nächten und eher milden Tagen, und die unteren Blätter werden langsam gelb.
Am 13.und 14. März war es dann soweit, rund 55 Tage nach Farbumschlag. Wie letztes Jahr waren alle Partien sehr gleichmäßig gereift, sodass wir alles in zwei Tagen ernten konnten. Das Traubengut war mengenmäßig zwar etwas weniger (7t/ha),  aber dafür ausgesprochen gesund und qualitativ hochstehend.

Januar - Februar 2018

Das neue Jahr begann vielversprechend, mit einem erfrischenden Regen am 1. Januar. Es waren zwar nur gerade 5 mm Niederschlag, aber immerhin. Zum Vergleich muss man wissen, dass unser Weinberg um diese Jahreszeit rund 2,5 mm pro Tag verbraucht. Was er nicht an Niederschlag bekommt, zieht er sich aus den Bodenreserven. Diese gehen nun langsam zur Neige, weshalb wir während dieser Phase gerne mit zusätzlicher Bewässerung die Reben unterstützen.
Glücklicherweise waren die Temperaturen durchaus eher gemäßigt. Leider geizte der Wettergott aber weiterhin mit Regen, nur einmal, am 13. Februar, brachte ein nennenswerter Niederschlag von 14mm etwas Erleichterung. Trotz allem aber entwickeln sich unsere Reben erstaunlich gut und vor allem sehr gesund, als ob sie Wüstenpflanzen wären. Wir dürfen langsam beginnen, trotz aller Trockenheit auf eine qualitativ hochstehende Ernte zu hoffen.

November - Dezember 2017

Wie schon berichtet, leidet die Kap-Provinz von Südafrika zurzeit unter einer anhaltenden Jahrhundert-Dürre. Niederschlag hatten wir bisher gerade mal halb soviel wie sonst, die Wasserspeicher drohen vorzeitig auszutrocknen, und Kapstadt hat die bisher schärfsten Wasserrestriktionen in Kraft gesetzt. Glücklicherweise fiel das bisschen Regen jedoch schön verteilt über die ganze Austriebs- und Wuchsphase, sodass zusammen mit den vergleichsweise gemäßigten Temperaturen die bisherige Saison in Stellenbosch überraschend gut verlief. Die Reben präsentieren sich zur Zeit kräftig und gesund, mit zwar etwas kleineren, aber umso schöneren Trauben.
Allerdings weisen unsere Feuchtigkeitssensoren im Boden sowie die routinemäßige satelliten-gestützte Multispektralanalyse des Rebberges gegen Ende des Jahres auf eine übermäßige Austrocknung des Bodens hin, sodass es nun doch Zeit für eine Bewässerung wurde. Unsere (dieses Jahr natürlich stark reduzierte) Wasserquota haben wir so eingeteilt, dass wir damit die nun folgende Reifephase gut überstehen sollten...vorausgesetzt, dass sich die anderen Landwirte auch an ihre Zuteilung halten!

Daneben waren wir wieder einmal an ein paar Weinmessen in Europa anzutreffen. So war Ingrid Ende Oktober an der Berner Weinmesse und der Basler Weinmesse, und Anfang November besuchte Luca die Countryside in Gent sowie die Expovina Zürich - Herzlichen Dank an all unsere treuen Besucher!

Oktober 2017

Bisher ein sehr angenehmer Frühling, mit milden bis eher kühlen Temperaturen, und es hat sogar schon dreimal geregnet :-)
Es wächst nun schnell, und wir sind beschäftigt mit dem Ausbrechen und Entfernen von überschüssigen Trieben. Es ist eine zeitraubende Arbeit, aber absolut entscheidend für die Qualität des zukünftigen Weines.

September 2017

Der Winter war ziemlich kalt, und so war der Austrieb Mitte September sehr gleichmäßig. Wie schon erwähnt, war der Winter aber auch sehr trocken. Das Gute daran ist, dass die Trockenheit unseren Frühlings-Feind Nr.1, die Schnecken, in Grenzen hielt. Unsere Spezialeinheit für Schnecken-Bekämpfung räumte dann mit dem Rest auf, wie das Video zeigt.

Juli-August 2017

Es hat immer noch viel zu wenig geregnet. Die Dämme sind auf einem Rekordtief, und die Prognosen versprechen nichts Gutes. Wir stellen uns auf eine sehr trockene Saison 2017-18 ein. Im August ist ja traditionell der Schnitt unserer Reben, und so passen wir diesen entsprechend an, mit kurzem Anschnitt und wenig Reserven.