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aus Weinberg und Keller

(Klick hier für frühere Jahrgangsberichte)

September 2023

Trotz dem nass-kaltem Wetter treiben die Reben dieses Jahr deutlich früher aus. Der Grund mag der frühere Schnitt sein. Vielleicht aber haben sie nun auch einfach genug Kälteeinheiten bekommen und plangen nun wie wir dem Frühling entgegen.
Das Wetter bleibt aber weiterhin nass und kalt. Und während ich dies schreibe, am 24. und 25. September, fegen heftige Stürme mit sintflutartigen Regenfällen über das Western Cape. In der Folge kam es zu Dammbrüchen und Überschwemmungen von Strassen, niedrig liegenden Siedlungen und Townships - wo natürlich die Ärmsten der Bevölkerung wie immer am meisten darunter leiden (mehr Info darüber hier). Fast 200mm Regen gingen in diesen zwei Tagen über Stellenbosch nieder.

August 2023

Mit dem frühen Wintereintrtt konnten wir auch früher mit den Winterarbeiten beginnen. So sind nun alle Reben schon geschnitten, und wir wären eigentlich bereit für den Frühling. Aber das Wetter bleibt weiterhin nass und kalt!
Ein Sonnenblick war unser Abstecher in die Schweiz zu einem stilvollen Wine & Dine in der wunderschönen Wenkenhof Villa in unserer Heimatstadt Basel - bei schönstem Sommerwetter :-)

Juni-Juli 2023 - ein nass-kalter Winter!

Nachdem die Herbstregen ja ungewöhnlich früh schon Anfangs März eingesetzt haben, kam schliesslich noch die Sintflut! Rund 600mm Regen sind seit der Ernte bei uns schon gefallen, so viel wie noch nie in dieser Periode. Wege wurden ausgeschwemmt, Weinberge rutschten ab, und in Stellenbosch standen einige Quartiere gar unter Wasser, und dies bei gleichzeitig ungewöhnlich tiefen Temperaturen. Und das soll erst der Anfang sein des zurückkehrenden El Nino!

Zeit für einen Rückblick auf die Saison 2022-23

Mit einem guten 2023er im Keller, dürfen wir wieder einmal dankbar auf ein gutes, wenn auch nicht immer einfaches Jahr zurückblicken!

Angefangen hat das Rebjahr 2022-23 mit einem ungewöhnlich warmen und trockenen Winter im Juni/Juli, allerdings gefolgt von einem sehr nasskalten August. Der Austrieb erfolgte entsprechend früh, aber sehr gleichmäßig. Die anschließende Triebentwicklung verlief dann aber recht gemächlich, passend zum wiederum trockenen und kühlen Frühlingswetter. Alles in allem gute Bedingungen, wenn es nur nicht so trocken gewesen wäre! Deshalb mussten wir Ende Oktober schon ein erstes Mal bewässern, um den empfindlichen Blüteprozess zu unterstützen. Zum Glücke brachte ein ausgiebiger Regen in der ersten Dezemberwoche dann etwas Erleichterung, erhöhte allerdings auch das Risiko von Pilzkrankheiten in dieser besonders anfälligen Periode. Ansonsten aber blieb es trocken, bis ausgerechnet zur Haupterntezeit ungewöhnlich frühe Herbstregen einsetzten. Obwohl wir gerade noch rechtzeitig ernten konnten, war dies für viele Winzerkollegen ein Problem, insbesondere bei spätreifenden Sorten wie Cabernet Sauvignon. Ansonsten aber wird von den Weinen dieses Jahrganges Grosses erwartet :-)

April-Mai 2023: Es gibt viel zu tun!

Das nasskalte Wetter, das gleich nach unserer Ernte schon früh im März einsetzte, bestimmte auch die folgenden Monate. Allerdings sind wir in dieser Zeit sowieso mit Kellerarbeiten beschäftigt. Zuerst haben wir (endlich wieder einmal ;-) einen Merlot Forte abgefüllt, und zwar vom Jahrgang 2021. Dann natürlich den Merlot 2022, und auch der neue MCC 2023 kam schon zur zweiten Gärung in die Flasche, und zu guter Letzt der jüngste Wein, den Pink Merlot 2023, als guter Vorläufer für diesen Jahrgang.
Dazwischen mussten noch der MCC 2022 degorgiert, etikettiert und zertifiziert werden, auf den unsere Kundschaft schon lange ungeduldig wartet - und wir dürfen melden, dass er gut ankommt. Die erste Ladung ist schon unterwegs nach Europa und dürfte im Juli in der Schweiz erhältlich sein.

März 2023 - Gerade noch rechtzeitig

Wie jedes Jahr haben wir unseren Weinberg mit Hilfe von Fernerkundung entsprechend ihrem Wuchsverhalten in kleinere Terroirs unterteilt. Die frohwüchsigen Partien wurden für den MCC und Rosé schon früh geerntet, während die Sektoren, die wir für die Rotweinproduktion vorgesehen haben, Anfang März zur Ernte bereit waren.
So begannen wir am Freitag, dem 3. März, in aller Ruhe und bei schönstem Wetter mit der Ernte der Rotweine. Doch eine unerwartet angekündigte Schlechtwetterfront trieb uns plötzlich zur Eile und wir beschlossen kurzfristig, den Rest in einem Extraeinsatz noch am nächsten Tag, einem Samstag, einzufahren – eine eher ungewöhnliche Aktion in Südafrika, wo Wochenende eigentlich sakrosankt sind. Aber es hat sich gelohnt und wir konnten alle unsere Trauben gesund und trocken einbringen. Der Dauerregen, der nur wenige Stunden danach einsetzte und einen frühen Wintereinbruch markierte, hätte unsere Weine wohl nachhaltig verwässert.

Neben dem Einbringen der Ernte und deren Verarbeitung war aber auch sonst viel zu tun im März. So mussten die Fassweine vom Vorjahr zur Abfüllung vorbereitet werden, sowie - eine gute Nachricht für unsere Bubbly-Fans - der 2022er MCC degorgiert werden, also das bei der zweiten Gärung in der Flasche entstandene Hefedepot entfernen. So wurde es uns nie langweilig ;-)

Februar 2023: Die Ernte beginnt früh!

Wie schon die letzten zwei Jahre begann die Ernte bei uns mit den Trauben für unseren Sparkling Merlot, und zwar diesmal schon am 25. Januar. Eine frühe Ernte ist nötig, um die für Schaumweine erforderlichen Grundweine mit wenig Alkohol und der spezifischen Säure zu erzielen.
Zwei Wochen später, also am 8. Februar, brachten wir dann die Trauben für unseren Pink Merlot ein. Insgesamt ist die Ernte dieses Jahr rund eine Woche früher als gewöhnlich. Wie erwartet, ist das Traubengut sehr gleichmäßig gereift und super gesund.
Nachdem das Jahr ausser dem einen Stark-Regen Mitte Dezember sehr trocken war, kam nun am 20. Februar doch nochmals ein kräftiger Regen von  23 mm dazu, erfrischend für unsere Reben in ihrem Schlussspurt zur Vollreife, allerdings problematisch für viele Kollegen, die gerade dann ernten wollten.

Januar 2023 - eine gute Saison bisher

Zusammen mit dem Beginn des neuen Jahres begann auch Veraison, der Farbumschlag der Trauben. Entsprechend der gleichmäßigen und schnellen Blütezeit verlief auch diese Phase sehr gleichmäßig und versprach eine qualitativ und quantitativ exzellente Ernte :-)
Allerdings hatten nicht alle Kollegen dasselbe Glück. Wie der Winzerverband Ende Januar berichtete, wird die Ernte 2023 kleiner als im Durchschnitt, mit ungleichmäßiger Fruchtentwicklung in gewissen Distrikten, auch vermehrt Mehltaubefall aufgrund des ungewöhnlichen Wetters, und obendrauf noch das Problem des load-shedding, den zurzeit grassierenden Stromunterbrüchen im Lande, welche oft ein gezieltes Bewässern verunmöglichen.

Nov - Dez 2022: Eher kühl und trocken

Die Blüte, welche in den allerletzten Oktobertagen begonnen hatte, verlief sehr gleichmäßig und war in praktisch einer Woche abgeschlossen. Dank unserer gezielten, fruehen Bewaesserung war der Fruchtansatz großzügig, und wir konnten entsprechend großzügig regulieren, um eine optimale Traubenverteilung am Stock zu erzielen.
Wettermäßig ging es so weiter, wie das Jahr begonnen hatte, nämlich mit moderaten Temperaturen, aber sehr wenig Niederschlag! Glücklicherweise kam dann Mitte Dezember  doch noch ein kräftiger Regen von 45mm innert wenigen Tagen, hochwillkommen für die Reben, die inzwischen eine starke und gesunde Laubwand aufgebaut haben.

Sept - Okt 2022: ein kühler Start!

Der Frühling 2022 war weiterhin eher kühl mit sehr wenig Niederschlag. Der Austrieb war gleichmäßig und begann Mitte September, rund 7-10 Tage früher als sonst. Die anschliessende Triebentwicklung verlief entsprechend dem trockenen und kühlen Wetter sehr gemächlich. So konnten wir in aller Ruhe die Frühlingsarbeiten erledigen, wie das Ausbrechen überzähliger Triebe und das Putzen der Stämmchen. Alles in allem eigentliche ideale Bedingungen, wenn es nur nicht so ungewöhnlich trocken gewesen wäre! So entschlossen wir uns für eine erste Bewässerung schon auf Ende Oktober, um die dann erwartete Blüte nicht zu gefährden.

Juli - August 2022

Es war ein trockenes 2022 bisher. Von Januar bis Juli hat es rund 70% weniger geregnet als im gleichen Zeitraum der letzten 10 Jahre. Glücklicherweise brachte der August nicht nur klirrende Kälte, sondern auch mehr Regen als sonst, sodass die Böden endlich gesättigt sind und sich die Wasserspeicher der Region wieder zu füllen beginnen. Ende August war der Damm unseres Hauptlieferanten Thewaterskloof schliesslich zu 80 % gefüllt.

Frühere Berichte werden jeweils nach der Ernte zum Jahrgangsbericht der jeweiligen Weine verarbeitet und können dort eingesehen werden (siehe Jahrgangsberichte)