aus Weinberg und Keller
(Klick hier für frühere Jahrgangsberichte)
April 2026 - viel Arbeit im Keller
Im April ist traditionell Kellerarbeit angesagt, was viel Zeit beansprucht,
da bei uns noch alles von Hand gemacht wird. So müssen die vorigen Jahrgänge, die bisher
im Fass reiften, auf die Flasche gezogen werden, und der diesjährige Wein kommt dafür in
die Fässer. Auch der Rosé kommt dank der frühen Ernte schon jetzt in die Flasche.
Dies ist auch gut so, ist er doch komplett ausverkauft. Und nicht
zuletzt müssen die Weine noch etikettiert werden. So wird es uns nie langweilig :-)
Auch dem Weinberg geht es mittlerweile wieder sehr gut, sind doch im
April endlich die langersehnten Herbstregen gekommen, und seit Mitte
April ist es auch deutlich kühler geworden. Nun bereiten wir uns langsam auf den Winter vor.
März 2026
Nach dem eher kühlen Februar brachte der März wieder ungewöhnlich warme Temperaturen, mit einer eigentlichen Hitzewelle um die 35 Grad, die am 10. März begann und eine gute Woche anhielt. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen im März lagen somit deutlich über dem Normalwert. Eigentlich hätten wir in der Zeit nach der Ernte lieber Regen und kühlere Temperaturen, damit sich die Reben erholen und Reserven bilden können für den nächsten Austrieb. So mussten wir nochmals einen Bewässerungszyklus starten, um unsere Reben darin zu unterstützen. Allerdings haben wir uns dabei etwas zurückgehalten, lag der Füllstand der Stauseen der Region schon bei rund 40 % und damit deutlich unter den 61 % des Vorjahres um die gleich Zeit.
Februar 2026 - eine frühe Ernte!
Entsprechend dem frühen Austrieb war es dann am 2. Februar soweit, dass wir
die diesjährige Ernte mit den Trauben für unseren Rosé, den Pink Merlot 2026, beginnen konnten.
Eine Woche später kam dann endlich wieder einmal ein ausgiebiger
Regen von 25 mm, willkommen, um die Reben in ihrem Schlussspurt bis
zur Haupternte für die Rotweine zu unterstützen. Diese fand
schließlich am 24. Februar statt, so früh wie noch nie in den 25
Jahren des Bestehens von Bein Wein.
Die Qualität ist vielversprechend mit einer äußerst gesunden Frucht und
kleinen, konzentrierten Beeren. Die anschließenden Analysen
bestätigen dies mit einer festen Säure, niedrigen pH-Werten,
Fruchkonzentration und einer lebendigen Farbe – allesamt
vielversprechende Indikatoren für einen tollen Jahrgang mit
Struktur, Eleganz und Reifepotential.
Dezember 2025 und Januar 2026
Auch im Dezember und Januar blieb es weiterhin sehr trocken, mit insgesamt kläglichen 6 mm Regen über die gesamten Hochsommermonate. Entsprechend dem frühen Austrieb begann auch die Veraison, der Farbumschlag der Trauben von grün zu blau, schon um die Weihnachtszeit, also rund 10 Tage früher als gewöhnlich. Diese frühe und trockene Reifephase stellte unsere Bewässerungsstrategie ziemlich auf die Probe. Glücklicherweise können wir uns auf Satellitendaten stützen zur Berechnung der Bedürfnisse unseres Weinberges, und wir konnten die zusätzliche Bewässerung für unsere Reben ziemlich genau kalkulieren. Wie sich später zeigen sollte, klappte dies offenbar ganz gut, entwickelten sich doch Zucker, Säure und phenolische Reife ausgesprochen balanciert und legten so den Grundstein für 2026er Weine mit Struktur, Eleganz und Reifepotenzial.
November 2025
Ende Oktober/Anfangs November kam die erste Hitzewelle, mit Temperaturen bis 35 Grad. Diese fiel zusammen mit der Blüte, gut 1 Woche früher als letztes Jahr, aber sehr gleichmäßig. Und immer noch kaum Niederschlag. So sind in den letzten 90 Tagen gerade mal 30mm Regen gefallen.
September - Oktober 2025 - es geht los!
Der Frühling begann mit drei ungewöhnlich trockenen, völlig regenfreien Wochen, die zwar sonnig, aber dennoch recht kühl waren. Die ersten wirklich warmen Frühlingstage in der zweiten Septemberwoche führten dann aber zu einem frühen und sehr gleichmäßigen Austrieb, so um den 10. September herum. Insgesamt blieb das Wetter jedoch bis in den Oktober hinein recht kühl und ungewöhnlich trocken, mit etwa fünfmal weniger Niederschlag als üblich für diesen Zeitraum. Trotzdem beginnt nun die arbeitsintensive Zeit im Weinberg!
Juli - August 2025
Mitte Jahr ist bei uns jeweils der Start zum Neuen Rebjahr. Dies beginnt mit dem Winterschnitt, eine schöne, für mich manchmal fast meditative Arbeit. Das Wetter war zuträglich, mit genug schönen Tagen zum Arbeiten, aber auch mit insgesamt genug Kälteeinheiten, was sehr wichtig ist, damit die Reben in eine gute Winterruhe gehen, um anschließend auch wieder gleichmäßig austreiben zu können. Auch Regen gab es genug, diesmal ohne Schäden anzurichten wie letztes Jahr. So sind auch die wichtigsten Wasserspeicher in unserer Region auf den Frühlingsanfang zu rund 85% gefüllt. Dies lässt uns zuversichtlich in die neue Saison blicken, und wir können uns auf den nächsten Jahrgang Bein Merlot 2026 freuen!.
April bis Juni 2025
Nach der Ernte blieb es vergleichsweise trocken, mit nur einem
ordentlichen Regentag mit 50mm anfangs April. Mehr Regen kam erst im
Mai und vor allem im Juni, wobei deutlich weniger als letztes
Jahr. Dafür war es deutlich kühler, was allerding nicht heißt, dass
wir uns in dieser Zeit hinterm Ofen verkriechen. Im Gegenteil, nach
der Ernte sind wir jeweils sehr beschäftigt, z.B. mit dem Abfüllen,
dem Etikettieren und dem Vermarkten der früheren Jahrgänge. Und
schließlich haben wir auch immer wieder neue Projekte: So versuchen
wir dieses Jahr einen Teil unseres Weinberges mit Fynbos zu renaturieren, und zwar mit
autochthonen Pflanzen des ursprünglichen
Renosterveld. Zusammen mit gleichgesinnten
Nachbarn wollen wir so in unserer Gegend wieder Korridore und Habitate für die
ursprüngliche Flora und Fauna schaffen, um das natürliche Gleichgewicht zwischen
Reben und Natur zu fördern.
Dazu haben wir im Juli auf einer Fläche von rund 3000 m2 ebenso
viele verschiedene Pflanzlinge gesetzt. Das Wetter war ideal dafür
und die Pflanzen haben sich bisher gut etabliert.
Und zu guter Letzt wurde im Juni 2025 schon wieder ein Bein Merlot
zu den
Top-10-Merlot Südafrikas gekürt, diesmal der Bein Merlot 2023.
Damit sind wir der einzige Merlot-Produzent, der das vierte Jahr in Folge in
diesem spezifischen Merlot-Wettbewerb zu den Gewinnern gehört.
März 2025 - Erntezeit
Wie erwartet, entwickelten sich die messbaren Reifeparameter Zucker,
pH und Säure optimal und sehr gleichmäßig. Am 5. März war es dann soweit
und wir konnten die Trauben für den Rotwein bei schönstem Herbstwetter
einbringen. Der Ertrag war dieses Jahr mit 7.5t/ha etwas weniger als üblich,
auch wenn es außer den üblichen Vogelschäden kaum etwas auszusortieren gab,
so gesund war das Traubengut. Auffallend an dieser Ernte sind die guten
Säurewerte und ein vergleichsweise tiefer pH bei voller Fruchtreife.
Ähnliches vermeldeten auch unsere Winzerkollegen, tolle Qualität bei
rund 5-10% kleineren Mengen im Vergleich zum Langzeitdurchschnitt.
Dies ist allerdings immer noch etwas mehr als die letztjährige Ernte 2024,
die eine der kleinsten war in den letzten 20 Jahren.
Nach einer zügigen primären Vergärung im Stahltank wurde der Wein schon 9
Tage später gepresst und reift nun in Barriques, wo er auch die übliche
Milchsäuregärung durchläuft. Wir können uns auf die Weine dieses Jahrgangs freuen!
Februar 2025 - ideale Reifebedingungen!
Die milden und trockenen Bedingungen dieser Saison 2024/25 setzen sich auch im Februar fort, mit weiterhin unterdurchschnittlichen Mindest- und Höchsttemperaturen und außergewöhnlich wenig Hitze-Tagen (nur einmal bis 35 °C), bei gleichzeitig einem einzigen kurzen Regenschauer mit gerade mal 2mm Niederschlag. Dies sind ideale Bedingungen, um eine gleichmäßige und vollständige Reifung sicherzustellen, vorausgesetzt, der Wasserstatus der Reben wird optimal verwaltet. Glücklicherweise können wir dies mithilfe von aktuellen Satellitendaten ziemlich genau steuern, und die Wasserreserven aus dem regenreichen Winter reichen aus, um eine Bewässerung sicherzustellen. Die trockenen Bedingungen haben auch das Blätterdach und die Trauben sehr gesund erhalten, so dass wir in aller Ruhe abwarten können, bis unsere Rotweintrauben optimal reif für die Haupt-Ernte sind, was immer noch auf Anfangs März geplant ist.
Januar 2025 - Es sprudelt wieder!
SSeitdem wir einen Schaumwein im Sortiment haben, beginnt die Ernte
schon sehr früh, nämlich bereits im Januar kurz nach dem
Farbumschlag, um einen Grundwein mit entsprechend niedrigem Alkoholgehalt
und ausreichend Säure zu erhalten. So begann unsere Ernte dieses Jahr
am 27. Januar. Und was für eine Ernte! Die Trauben waren einfach von
hervorragender Qualität und sehr gleichmäßig gereift. Der daraus
gepresste Most wurde im Edelstahltank vergoren und anschliessend
noch über mehrere Wochen auf der Hefen ruhen gelassen, bevor er zur weiteren Reifung und Stabilisierung
für paar Monate in ausgewählte, gereifte Fässer umgezogen wird.
Das Wetter spielte im Januar weiterhin mit,
weiterhin sehr trocken zwar, aber mit
durchaus gemäßigten Temperaturen. So dürfen wir uns auf eine schöne
Rotwein-Ernte freuen, die voraussichtlich in den ersten Märztagen
stattfinden wird./p>
November - Dezember 2024
Im November und Dezember herrschten insgesamt gemäßigte Verhältnisse mit wenig Niederschlag und milden Temperaturen, die insbesondere in unserer Küstenregion deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt lagen. Dank ergiebiger Winterniederschläge steht noch genügend Wasser zur Bewässerung zur Verfügung, das wir Ende Dezember erstmals nutzen mussten. Die milden Bedingungen begünstigten ein gesundes Wachstum der Reben und dürften sich positiv auf die Qualität des Weines auswirken. Nur über Weihnachten stiegen die Temperaturen kurzzeitig auf 35 °C und läuteten damit hoffentlich eine gesunde Reifezeit ein!
August - Oktober 2024
Ab August "normalisierte" sich das Wetter wieder, d.h. zwar immer noch regnerisch aber nicht mehr sintflutartig, mit insgesamt 142mm im August und 50mm im September, bei ziemlich kühlen Temperaturen, aber mit genügend regenfreien Tagen für den Winterschnitt, welcher so bis Ende September zeitig abgeschlossen werden konnte. Anfangs Oktober kam dann auch der sehnlichst erwartete Frühling mit schönem Wetter, wenn auch immer noch recht kalt und mit für die Jahreszeit wenig Regen, so dass der Boden weitgehend abtrocknete. Das erste Schwellen der Knospen wurde anfangs Oktober beobachtet, und der eigentliche Austrieb begann Mitte Oktober, deutlich später als letztes Jahr, aber passend zum langjährigen Durchschnitt.
Im September mussten wir auch die über 20-jährige Klimaanlage im Keller ersetzen und nutzten die Gelegenheit für den Wechsel auf ein modernes Inverter-Gerät, passend zu der Solaranlage. Und die neue Technik überzeugt total, braucht doch die neue Anlage gerade mal halb soviel Strom wie zuvor.
Juni - Juli 2024:
Nach einem außergewöhnlich mildem Herbst mit viel Sonne und
warmen Temperaturen bis und mit Juni, kommt nun im Juli dafür das Winterwetter
umso heftiger daher, mit sehr kalten Temperaturen und rund 350 mm
Regen, so viel wie noch nie in einem einzigen Monat!. Dabei fiel der
Regen zeitweise so heftig, dass vielerorts
Hänge abrutschten und Überschwemmungen auftraten.
Ein positiver Höhepunkt in diesen Tagen war, als kürzlich ein weiterer unserer
Merlots beim gleichnamigen Wettbewerb in die Top 10 Südafrikas gewählt
wurde. Diesmal machte unser Little Merlot 2021 das Rennen um diese
besondere Auszeichnung. So konnten wir als einziger Merlot-Produzent
in diesem Wettbewerb schon dreimal gewinnen :-)