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Bein Wine Estate, Stellenbosch

Aktuelles

Jahrgangsbericht 2013

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Merlot 2013

Trotz einem regenreichen Winter war die Saison 2012-13 durch Trockenheit gekennzeichnet. Nur im Erntemonat (leider!) waren unzeitige Regenschauer zu registrieren. So kämpften wir teilweise mit Sonnenbrand, andererseits auch mit Ansätzen von Fäulnis, was sorgfältig bei der Ernte aussortiert werden musste. Der Ertrag war mit 600 gr/m2 auch kleiner als üblich, die resultierende Frucht nach dem Sortieren aber schön reif bei erfreulich mäßigem Alkoholpotential. So sind auch die Weine entsprechend reif und zugänglich. Ergänzt mit ein bisschen Petit Verdot und einem kleinem Schuss Malbec aus der Nachbarschaft, präsentieren sie sich nun komplex und geschmeidig - Ingrid meint: wie ein elegantes, durchtrainiertes Vollblutpferd!
Nach sorgfältiger Evaluation haben wir auch diesen Jahrgang in verschiedene Qualitäten differenziert und entsprechend unterschiedlich ausgebaut:

Etappenberichte des Jahrganges 2013

Mai 2014

Alle unsere Rotweine werden während einem Jahr im Barrique gereift. Während dieser Zeit liegt er natürlich nicht einfach nur im Fass, sondern er wird regelmäßig getestet und verkostet, ob er sich auch wunschgemäß entwickelt. Zudem wurde er in dieser Zeit dreimal "umgezogen", d.h. der Wein wird jeweils aus dem Fass abgezogen, die Fässer vom Satz gereinigt und zur Desinfektion geschwefelt, und schließlich wieder alles zurück in die Fässer. Dies dient der Selbstklaerung der Weine und erlaubt ihnen gleichzeitig etwas Sauerstoff aufzunehmen, was seiner Entwicklung förderlich ist. Und zu guter Letzt ergänzen wir ihn je nach Bedarf und Jahrgang zumeist noch mit einer zusätzlichen Rebsorte, die wir jeweils von benachbarten Winzern einkaufen. So haben wir dieses Jahr unsere Cuvee mit ein wenig Petit Verdot sowie einem kleinem Schuss Malbec kreiert.
Ende May 2014 war es schließlich so weit, und wir konnten den Wein auf die Flasche ziehen. Der neue Little Merlot 2013 ist somit nach einer kurzen Flaschenlagerung ab August 2014 verfügbar, während der Bein Merlot 2013 bis zur Auslieferung noch ein wenig länger ruhen darf. 

14.Mai 2013: Abfüllen des Pink Merlot 2013

Nach einer problemlos verlaufenden dreiwöchigen Gaerzeit durfte unser Rose noch rund 2 Monate auf der Feinhefe ruhen (sur lie), was ihm seine reizvolle Fülle verleiht. Erst nach dieser Zeit wird er vom Trub abgezogen, kaeltestabilisert, und dabei auch zum ersten Male filtriert und flaschenfertig gemacht. Abgefüllt wurde er schließlich Ende Mai 2013, wobei von diesem Jahrgang 3450 Flaschen produziert wurden.

März - April 2013: Erntezeit

Wie immer haben wir auch dieses Jahr unseren Rebberg mithilfe von Multispektral-Luftaufnahmen in Qualitäts-Sektoren differenziert und entsprechend fraktioniert geerntet. Nachdem die Partien für den Rosé schon Ende Februar geerntet wurden, fand die Ernte für den Rotwein erst zwischen dem 22. und 27. März statt. Die Wochen dazwischen waren allerdings etwas wechselhaft: eine kurze Hitzewelle gleich anfangs März und 3 kleinere Regenschauer setzten den Trauben zu, einerseits mit Sonnenbrand an den exponierten Beeren und andererseits mit sich hier und dort einschleichender Fäulnis. Auch die Zuckeranreicherung verlangsamte sich, und so warteten wir so lange wie möglich, konnten aber wieder einmal gerade rechtzeitig vor den ersten richtigen Herbstregen die Frucht einbringen.
Allerdings war dieses Jahr dafür sorgfältiges Sortieren angesagt, was natürlich auch die Menge reduzierte, auf insgesamt knapp 600gr pro qm. Was dann aber schließlich in den Keller kam, war von überdurchschnittlich guter Qualität, sehr gleichmäßig reif und ausgesprochen geschmackvoll, bei genügender Säure und einem guten pH von 3.6, aber positiv moderatem Zuckergehalt (23.5-24.5 Balling). Nach rund 10-taegiger Maische- und Gärzeit im Stahltank kamen die Weine ins Fass, und nun freuen wir uns auf die ersten aussagekräftigen Laboranalysen zur Qualitätsbeurteilung im Mai.

Januar - Februar 2013: Sommerzeit

Januar war so trocken wir die vorausgegangen 4 Monate, aber die üppigen Bodenwasserreserven hielten offenbar lange durch, sodass trotz der anhaltenden Trockenheit vergleichsweise wenig bewässert werden musste. Die Temperaturen waren eher mild, und besonders die Nachtemperaturen waren deutlich kühler als in anderen Jahren.
Der Farbumschlag setzte genau 2 Monate nach der Blüte ein, also am 15. Januar, und war genauso gleichmäßig und schnell wie diese – es war, als ob man einen Schalter umgelegt hätte, innert weniger Tage hatten die Trauben von grüne auf tief-blau gewechselt!
Ein paar Regenfälle im Februar brachten etwas Erleichterung für die Weinstöcke, sodass die Reife gut voranging. So konnten wir die Trauben für den Rose schon am 28. Februar ernten, so früh wie noch nie. Dabei war die Frucht sehr gesund und äußerst schmackhaft!

Ein Highlight im Januar war auch der Besuch von Rene Gabriel mit seiner 'Weinschmecker'-Gruppe. Wer es genau wissen will, liest hier seinen abschließenden Kommentar zu unserem Merlot - Danke, Rene!

Dezember 2012: Bein Wine goes solar!

Als naturnaher Weinbaubetrieb haben wir uns einer nachhaltigen Produktion verpflichtet. So ist es nur logisch, dass wir auch die Sonnenenergie nutzen. Seit Dezember produzieren wir nun unseren eigenen Solarstrom, besonders effizient zur Versorgung der Kühlung unseres Reifekellers während den sonnig-heißen Sommertagen.

September - November 2012: Frühsommer

Nach einem regenreichen Winter begann Mitte September das neue Rebjahr, etwas später als andere Jahre. Das Wetter war anfänglich recht milde und die Böden reichlich mit Wasser versorgt, sodass der Austrieb zügig voranging. Schon Ende September mussten wir das erste mal ausbrechen, d.h. überzählige Triebe entfernen. Am 19 Oktober dann ein Schreckmoment, als innert kürzester Zeit 39mm Regen mit zeitweise dichtem Hagel fiel, glücklicherweise aber nur mit relativ feinem Korn, sodass wir mit dem Schrecken davonkamen. Dies war dann aber auch der gesamte Regen für die folgenden Monate, bei dafür eher milden Temperaturen.
Die Blütezeit begann dieses Jahr am 16. November und war so synchron, dass innert weniger Tagen der ganze Rebberg in Vollblüte war. Dies ist ein gutes Zeichen für die Ernte, verspricht es doch eine ebenso gleichmäßige Reife zum Zeitpunkt der Ernte. Gut war auch, dass diese empfindliche Phase so schnell vorbei war, setzten doch Ende November starke Sturmwinde ein, die in Stellenbosch an exponierten Lagen und vor allem bei spät-reifenden Sorten z.T. beträchtlichen Schaden anrichteten.

Juni- Oktober 2012: Nach dem Regen kommt die Sonne....

Es war ein Winter mit sehr viel Niederschlag - 35% mehr Regen als üblich - und eher kühlen Temperaturen. Aber das ist der Winter im Kap: Manchmal regnet es in Strömen und es ist bitterkalt, kurz darauf strahlt wieder die Sonne und damit die Natur in den schönsten Farben. Das Video gibt ein paar Eindrücke wieder von diesem stillen aber doch stets so spektakulären Naturgeschehen!