Bein Wein
suchen
unser Briefclub
English     |     deutsch
HOME
Bein Wine Estate, Stellenbosch

Aktuelles

Jahrgangsbericht 2015

Klicken Sie hier für Aktuelles vom laufenden Jahr

2002    2003    2004    2005    2006    2007    2008    2009    2010    2011    2012    2013    2014    2015    2016

Merlot 2015

Die Vegetationsperiode 2014-15 war durch ungewöhnlich trockenes und warmes Wetter gekennzeichnet, mit Hitzerekords-Tagen von 42°C und 43°C noch kurz vor der Ernte. Nichtsdestoweniger kam der Weinberg gut über die Runden und lieferte schlussendlich super-gesunde Frucht von ausgezeichneter Qualität. Die resultierenden Weine überzeugen nun mit feinen Aromen von dunklen Früchten - Pflaumen, Brombeeren, Maulbeeren, Kirschen -, einer dunklen Farbe, fester Struktur und dichten Tannine. Komplementiert mit je einem Schuss Malbec und Petit Verdot sind die Weine so überzeugend, dass wir beschlossen haben, wieder einmal einen Reserve Merlot abzufüllen, neben unserem Hauptwein, dem "schwarzen Label" Bein Merlot. Leider dafür aber keinen Little Merlot...

Etappenberichte vom Jahrgang 2015

Januar 2016

Sämtliche Partien unserer 2015er Weine haben sich gleichmäßig schön entwickelt. Immer noch im Fass, überzeugen sie alle mit einer tiefen Farbe, reichen Aromen, reifen Tanninen und kräftigem Extrakt. So ergab es sich, dass es von diesem ausgezeichneten Jahrgang neben unserem Hauptwein, dem 'Black-label' Bein Merlot, keinen Little Merlot, dafür wieder einmal einen Reserve geben wird. Beide Weine werden zusätzlich mit je einem Schuss Petit Verdot und Malbec komplementiert, die wir in bester Qualität gleich nach der Ernte von einem Nachbarn ergattern konnten und selber in unserem Keller im Fass ausbauten.
Beide Cuvées wurden anlässlich des letzten Fassumzuges am 13. Januar 2016 zusammengestellt. Nun können sie sich im Fass noch über weitere zwei Monate harmonisch miteinander 'vermählen', bevor sie im April zur Abfüllung kommen.

April 2015

Die neuen Rotweine des 2015 sind nun schon über einen Monat im Fass. Sie haben die Milchsäuregärung schnell abgeschlossen und entwickeln sich prächtig. Ingrid liebte ihn schon so sehr, dass sie immer wieder eine Flasche aus dem Top-Up-Tänkchen für sich abzweigte - natürlich zu Kontrollzwecken, wie sie sagte.
Auch der Pink Merlot 2015 ist gut gelungen und überzeugt wie immer mit seiner schönen Farbe und feinen Aromen nach roten Beeren.

März 2015: Der Monat der Superlative!

Nachdem die ganze Saison schon rekordverdächtig warm, windig und sehr trocken war, begann der sonst eher milde Monat März mit einem absoluten Hitzerekord, 42ºC am 2. und gar 43ºC am 3. März, die höchste Temperatur, die wir in den letzten 10 Jahren bei uns registrierten. Glücklicherweise hielten wir den Wasserstatus unseres Weinberges genügend hoch, sodass die Trauben nur einen extra Reifeschub machten, ohne Schaden zu nehmen. Auch kühlt es über Nacht nun regelmäßig wieder ab, sodass sich die Trauben weiterhin prächtig entwickeln - es scheint, als ob sich alles auf einen Super-Jahrgang vorbereitet!
9.3.2014: Und so kulminierte denn alles am 9. März, als wir die Trauben für die Rotweine in einem einzigen Tag ernteten - ebenfalls eine Novität für uns! Aber die Frucht war diesmal so gleichmäßig und sauber, das wir kaum sortieren mussten. Was sollen wir mehr sagen - total gesund, tief-dunkle Farbe und tolle Extrakte. Die Weine sind nun im Tank und fermentieren zufrieden vor sich hin, eine Super-Ernte. So dürfen wir auf ebensolche Weine hoffen! Der einzige Wermutstropfen ist die mit rund 570 gr pro qm sehr kleine Erntemenge, eine Erfahrung, die auch alle unsere Nachbarn machen mussten. Als Ursache dafür werden allgemein die kräftigen und anhaltenden Winde während den Sommermonaten verantwortlich gemacht.

28. Februar 2015: Ein guter Erntebeginn

Nachdem das Wetter stabil blieb - sprich: weiterhin warm, windig und sehr trocken - konnten wir die Trauben für unseren Rosé am 24. Februar bei besten Bedingungen ernten. Die Frucht war ausgesprochen gesund und gleichmäßig reif. 3600 kg wurden an diesem ersten Erntetag eingefahren, genug für rund ebenso viele Flaschen Pink Merlot 2015.

Der Februar 2015 bleibt in Kapstadt auch unvergessen wegen den gewaltigen Busch-Bränden in der Region Muizenberg/Hout Bay/Chapman's Peak Drive;  glücklicherweise blieben wir diesmal verschont. Eindrücklich war dabei der Einsatz der Fire Fighting Brigade und deren spontane Unterstützung durch die Bevölkerung.

Januar 2015: weiterhin warm und trocken!

Das Wetter macht weiter wie bisher, nur einmal unterbrochen durch einen willkommenen Regenschauer am 16. Januar. Die Winde haben nun etwas nachgelassen. Ansonsten hat uns der Sommer fest in seinem heißen Griff. Die erste Hitzewelle mit Temperaturen bis 34 Grad vom 20. bis 24. Januar ist überstanden. Die Reben nehmen's erstaunlich gelassen und entwickeln sich weiterhin prächtig nach dem Farbumschlag, der so um den 23. Januar abgeschlossen war.
Am 24. Januar öffneten wir übrigens wieder einmal unsere Kellertore für "Bratwurst & Merlot" im Rahmen des Stellenbosch Wine Festival, ganz in der Tradition der Besenbeizen von Schweizer und Badischen Winzern. Der Zulauf war allerdings so gross, dass wir ziemlich überfordert waren. Schon nach zwei Stunden waren wir praktisch ausverkauft und mussten schnellstens Nachschub organisieren. Herzlichen Dank im Nachhinein an alle unsere Besucher, die sich gedulden mussten!

Dezember 2014: On and off

Während wir für einmal glauben, pflanzentechnisch alles im Griff zu haben, werden wir dafür von ständigen Stromausfällen geplagt. Dies hat zur Folge, dass auch die Wasserzufuhr immer wieder ausfällt, und somit unser so minutiös ausgetüfteltes Bewässerungsprogramm (siehe unten) immer wieder über den Haufen wirft. Natürlich leidet die Wirtschaft im ganzen Lande darunter. Und Aussicht auf eine nachhaltige Besserung gibt es nicht; die ANC-Regierung hat über die letzten 20 Jahre kaum in Ausbau und Unterhalt der entsprechenden Infrastruktur investiert - schade!

Das Wetter ist auch im Dezember weiterhin durch fehlenden Niederschlag gekennzeichnet. Die Trockenheit wurde zusätzlich verschärft durch ungewöhnlich viel Wind, welcher erst auf die Festtage etwas nachgelassen hat. Die 4,5 mm Regen, die schließlich am Weihnachtstag fielen, waren zu wenig um wirklich Erleichterung zu bringen. Dafür wurde es zum Jahresende nochmals so richtig warm, mit Temperaturen bis zu 32ºC. Ob all dies wohl die Reifung der Reben befördert hat? Jedenfalls konnten wir schon Ende Dezember die ersten Anzeichen des Farbumschlages beobachten, rund drei Wochen früher als letztes Jahr.

Oktober - November 2014: Warm und sehr trocken

Was wir letztes Jahr zu viel an Regen hatten, fehlt uns jetzt. Bisher fielen gerade mal 40 mm Regen von September bis November, drei mal weniger als im langjährigen Durchschnitt. So mussten wir früher als sonst mit zusätzlicher Bewässerung beginnen. Dies muss allerdings möglichst präzise geschehen, zu viel oder zu wenig kann schnell negative Folgen haben.

Satellitenanalyse von Bein MerlotGlücklicherweise haben wir heutzutage gute Hilfsmittel, um die Wasserbedürfnisse unseres Weinberges abschätzen zu können. So stützen wir uns schon seit langem auf Feuchtigkeits-Messungen mittels Bodensonden sowie auf die Auswertung aktueller Klimadaten. Neu hinzugekommen ist nun Satelliten-gestützte Multispektral-Analyse unseres Weinberges. Diese liefert uns recht genaue Angaben zum effektiven Wasserverbrauch, neben anderen Informationen wie Wuchs- und sogar Stickstoffstatus unseres Weinberges. Der Zugang zu diesem hochmodernen System wurde uns im Rahmen eines entsprechenden Studienprojektes des Department of Agricultural ermöglicht, welches sich damit Wassereinsparungen in der Landwirtschaft verspricht. Der Interessierte findet dazu mehr Informationen auf www.fruitlook.co.za .

September 2014: Die neue Saison beginnt

Wir hatten einen guten Winter. Gut, weil er mit viel Kälte im Juli begann; zu diesem Zeitpunkt sind diese "Kälteeinheiten" nämlich wichtig, damit die Rebe im Frühjahr mit der wieder einsetzenden Erwärmung des Bodens wieder gleichmäßig austreibt. Ein guter Winter auch, da zeitweise zünftig Regen fiel und die Wasserspeicher nun gut gefüllt sind - allerdings hat der Regen in manch exponierten Weinbergen auch ziemliche Schäden angerichtet, mit Erdrutschen und Ausschwemmungen.